Delta-Gap

Vergleicht den Anstieg der Anionenlücke mit dem Abfall des Bikarbonats, um eine gemischte Säure-Basen-Störung zu erkennen
Natrium (mmol/l)
Chlorid (mmol/l)
Bikarbonat (mmol/l)
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Wann anwenden

Vergleicht den Anstieg der Anionenlücke mit dem Abfall des Bikarbonats (ΔAG − ΔHCO₃⁻), um neben einer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke eine zweite Säure-Basen-Störung zu erkennen. ⁦[1]⁩

Hinweise und Fallstricke

• Über +6 bedeutet meist eine gleichzeitige metabolische Alkalose, unter −6 eine gleichzeitige hyperchlorämische Azidose (mit normaler Lücke). ⁦[1]⁩
• Der Quotient ΔAG/ΔHCO₃⁻ liegt im Mittel nahe 1, streut aber stark zwischen Patienten; zur Diagnose einer gemischten Störung sollte er daher vorsichtig genutzt werden. ⁦[2]⁩
Zusammengefasst aus den nummerierten Quellen unter Evidenz. Prüfe die Quelle, bevor du dich auf eine Aussage stützt.
Evidenz
[1] Originalpublikation
Wrenn K. The delta (delta) gap: an approach to mixed acid-base disorders. Defines the delta gap as ΔAG − ΔHCO₃⁻: significantly positive (> +6) usually means a concurrent metabolic alkalosis, significantly negative (< −6) a concurrent hyperchloraemic acidosis.
Annals of Emergency Medicine, 1990
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[2] Validierung
Rastegar A. Use of the ΔAG/ΔHCO₃⁻ ratio in the diagnosis of mixed acid-base disorders. The ratio is expected to be close to unity when a strong acid is added to plasma, but has a wide range in individual patients, so it should be used cautiously to diagnose a mixed disorder (shown here for information only).
Journal of the American Society of Nephrology, 2007
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[3] Leitlinie
Kraut JA, Madias NE. Treatment of acute metabolic acidosis: a pathophysiologic approach. Calculating the serum anion gap and its change from baseline helps detect organic acidoses. The anion gap itself (and the albumin correction) is the one from the Anion Gap calculator.
Nature Reviews Nephrology, 2012
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Zuletzt geprüft: 2026-10
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