Bikarbonat-Pufferbedarf

Geschätzte NaHCO₃-Menge zum Ausgleich eines Basendefizits: Basendefizit × 0,2 × Körpergewicht
Basendefizit (mmol/l) — −BE als positive Zahl eingeben (BE −12 → 12)
Körpergewicht
Basendefizit und Körpergewicht eingeben, um zu berechnen

Über diesen Score

Wann anwenden

Schätzt die Bikarbonatmenge, die einem Basendefizit entspricht: Basendefizit × 0,2 × Körpergewicht; der Faktor 0,2 ist der Extrazellulär-Anteil am Körpergewicht. ⁦[1]⁩

Hinweise und Fallstricke

In klinischen Studien zu Laktat- und Ketoazidose hat Bikarbonatgabe Morbidität und Sterblichkeit nicht gesenkt; die Zahl hier schätzt das Defizit und ist keine Empfehlung. ⁦[2]⁩

Zum Krankheitsbild

Eine akute metabolische Azidose geht mit höherer Morbidität und Sterblichkeit einher, unter anderem durch eingeschränkte Herz-Kreislauf-Funktion und Rhythmusstörungen. ⁦[2]⁩
Zusammengefasst aus den nummerierten Quellen unter Evidenz. Prüfe die Quelle, bevor du dich auf eine Aussage stützt.
Evidenz
[1] Originalpublikation
Rehm M, Hofmann-Kiefer K, Conzen P. Blutgasanalyse. In: Marx G, Muhl E, Zacharowski K, et al., eds. Die Intensivmedizin. Berlin, Heidelberg: Springer; 2015 (DOI 10.1007/978-3-642-54675-4_26). Gives NaHCO₃ [mmol] = SBE × 0.2 × body weight [kg], the factor 0.2 being the extracellular share of body weight; for THAM the same chapter uses 0.3. Book chapter, no PubMed record.
Die Intensivmedizin (Springer), 2015
[2] Leitlinie
Kraut JA, Madias NE. Treatment of acute metabolic acidosis: a pathophysiologic approach. In clinical studies of lactic acidosis and ketoacidosis, bicarbonate administration has not reduced morbidity or mortality or improved cellular function; the amount calculated here is an estimate of the base deficit, not evidence that replacing it helps.
Nature Reviews Nephrology, 2012
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